Als Stallbetreiber erlebt man ja so allerhand… IV

Unbenannt

Teil 4 der Worst Einsteller

– Vorsicht: Blanke Wahrheit gepaart mit Ironie –

Von Wasseradern, bösen Strahlen und Aluhüten

Sooo. Da war diese eine Dame. Hatte ihr Pferd bei uns. Das fing irgendwann an „unkrontolliert zu beißen und zu treten“, das müsse an den „negativen Strahlen“ liegen… Man fragt dann ganz interessiert: „Welche negativen Strahlen? Mir ist noch nichts aufgefallen…“
Jaaa, also da sei dieser neue Sendemast 2 Felder weiter, sie spüre das auch ganz genau, das macht die Lebewesen kirre.

Gut, wollen wir mal nicht so sein. Ich also bewaffnet mit Aluhütchen und Wünschelrute aufgebrochen zur Sendemastenjagd quer über die Felder. Wäre ja gelacht, wenn wir diesen negativen Strahlen nicht den Garaus machen könnten.

Auf dem Weg über die Felder kam mir dann so nach und nach der Gedanke, wie denn so ein Sendemast aussehen müsste. Der Beschreibung der gefährlichen Strahlung nach, hätte ich mit etwas mit Satellitenschüsseln oder doch zumindest meterhohen Antennen gerechnet. Mindestens!… Joa. Der „Sendemast“ entpuppte sich letzten Endes als Stock. Ein 2-Meter-langer Stock, den unser Nachbar mitten in sein Feld geschlagen hatte, um erkennen zu können, wo er welche Sorte Getreide angesäht hat.

Zwei Wochen später tat sich das Pferd dann wirklich was. Kratzer am Röhrbein.  Die Strahlung konnte ja nicht Schuld sein, da müssen Wasseradern fließen. Unterirdisch. Unsichtbar. Aber spürbar. Für die Pferde. Wie der Vollmond – wer kennt sie nicht, die Wer-Pferde. 😉
GsD zog die dann bald aus, dahin, wo weniger Strahlung und Wasseradern ihr Hüh belasten… Wo auch immer das sein mag – deutsches Outback oder so. Sonst hätt ich ihr noch erzählen müssen, dass die neu-verlegten Betonspalten als UFO-Landeplatz dienen sollen.

Darauf ein Bierchen. Prost. Schönes WE euch,
Eure Offenstalltussi

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