Ein typischer Jagd-Tag

Die Hunde voran, packen wir’s an…

In diesem Artikel möchte ich einmal erzählen, wie ein typischer Jagd-Tag bei uns so aussieht und auch wie eine Jagd üblicherweise abläuft.

08.00 Uhr: Ankunft am Stall

Pferd von der Koppel holen, in der Box parken. Putzen, füttern, für den Transport vorbereiten, Hänger ankuppeln, überprüfen, ob man alles wichtige eingepackt hat, Pferd verladen.

09.30 Uhr: Abfahrt zum Veranstaltungsort

10.50 Uhr: Ankunft am Veranstaltungsort

Versorgen der Pferde: Checken, ob alles ok ist, Wasser in den Hänger hängen.
Sich selbst fertig machen. Zum Umtrunk erscheint man bereits in kompletter Jagdmontur (je nach Wetter mit oder ohne Jagdrock), aber immer OHNE Sporen.

11.00 Uhr: Jagdfrühstück

Hier entrichtet man das Capgeld, trägt sich ins Jagdbuch ein, trifft alte Bekannte und neue Gesichter. Es gibt ein Frühstück und Getränke, damit dann alle gestärkt aufbrechen können.

12.30 Uhr: Satteln

13.00 Uhr: Stelldichein

Man nimmt Aufstellung zu Pferde, die Jagdhornbläser spielen, die Meute wird herangeführt, der Master hält eine kurze Ansprache, man wünscht sich eine gute, unfallfreie Jagd und nach einem dreifachen, kräftigen „Horrido“ — „joho“ gefolgt vom „Die Hunde voran, packen wir’s an, Bayernpack ran“ reitet man los in Richtung der ersten Schleppe.

Die eigentliche Jagd

Eine Jagd besteht meist aus ca. 6 Schleppen, die auf rund 17-25km Strecke verlaufen. Zwischen den einzelnen Schleppen wird Schritt oder locker Trab geritten, auch vor der ersten Schleppe reitet man zum Aufwärmen locker alle drei Gangarten.

Dann gehen die Schleppenleger los, in gutem Abstand werden die Hunde auf die Spur geführt, man wünscht sich „Gute Jagd“ und los geht’s. Man „fliegt“ durch malerisches Gelände, durch Wasser, bergauf, bergab über die Sprünge (oder daran vorbei) — alles untermalt von den Jagdhornbläsern und dem Geläut der Hunde… Einfach nur traumhaft. Bis man am Ende der Schleppe wieder auf die Hunde und die „gestellten“ Schleppenleger trifft.

Nach einer kurzen Verschnaufpause und dem Tränken der Hunde nimmt man wieder Aufstellung und bewegt sich geordnet in Richtung der nächsten Schleppe.

Zwischen den Schleppen gibt es einen Brotzeit-Halt. Hier werden Mensch und Tier mit Getränken und kleinen Stärkungen versorgt.

Nach der letzten Schleppe gibt es das „Halali“. Man schüttelt Hände, busselt sich und freut sich, dass (hoffentlich) alle gesund und munter die Jagd überstanden haben. Wenn alle Helme und Handschuhe wieder angezogen sind, geht es zurück zum Ausgangsort, wo der Master noch einmal ein paar Worte spricht, die Hunde ihr „Curée“ erhalten und die Reiter nach einem „Waidmannsheil — Waidmannsdank“ ihren Bruch nebst Jagdknopf.

 

Danach sattelt man ab, versorgt und verlädt die Pferde und trifft sich noch zu einem netten Ausklang in Form von Umtrunk und Jagdessen. Wenn alle satt sind und der Durst gestillt ist, bricht man langsam auf in Richtung Heimat.

Am Ende eines langen, anstrengenden Tages sind Mensch, Pferd und Hunde ziemlich K.O. und fallen tot ins Bett – und mit etwas Glück träumen sie vom nächsten jagdlichen Abenteuer. 🙂

Die hier verwendeten Fotos entstanden mit freundlicher Unterstützung von Stephan Einödshofer. Die Jagd fand auf dem Gelände des Schleppjagdverein von Bayern e.V. statt, hinter dessen Meute ich regelmäßig reite.

 

 

Zeit zu gehen…

Heute was zum Nachdenken…
Wenn es Zeit wird zu gehen für unsere Liebsten, dann müssen wir als Besitzer auch zu der Verantwortung stehen, die wir beim Kauf automatisch übernommen haben… Retten um jeden Preis oder das Leben verlängern um jeden Preis… Das muss wirklich nicht sein.
Ich hab kürzlich eine sehr traurige Geschichte live miterleben müssen.

Bitte liebe Leute, schaut genau hin und erkennt die Anzeichen! Unsere Partner kommunizieren mit uns und wir sind es Ihnen schuldig, ihnen den Weg über die Regenbogenbrücke so leicht wie möglich zu machen. Wenn die Augen müde sind, der Glanz verschwindet, das verschmitzte Leuchten fehlt. Dann ist es Zeit loszulassen. So traurig das ist, so weh es tut, so sehr wir unsere Freunde vermissen werden. Hinschauen. Hinfühlen. Entscheidung treffen.

Anbei ein Bild von Ringo. Herzenspferd Nr. 1 in meinem Leben und schon lange auf den unendlichen Weiden hinter der Brücke. Eingeschlafen im Alter von 35. Mit Kopf auf meinem Schoß inmitten seiner Freunde.

 

Luzerne (auch Alfalfa) – ein Wundermittel?

Da ich in letzter Zeit vermehrt auf Fragen zu Luzerne, ihren Eigenschaften, Vor- und Nachteilen sowie Verwendungszweck stoße, möchte ich hier einmal einen Überblick geben, was „die Königin der Futterpflanzen“ so alles kann, wann es Sinn macht, welchen Teil der Pflanze zu verfüttern und welche Formen es auf dem Pferdefuttermarkt so gibt.

Was genau ist Luzerne eigentlich?

Luzerne (wissenschaftlicher Name Medicago sativa), auch Alfalfa, Schneckenklee oder Ewiger Klee genannt, gehört – wie der Name schon sagt – zu den Kleearten und ist seit Jahrhunderten als Futterpflanze kultiviert. Demnach ist Luzerne im Grunde nichts anderes als zunächst mal artenarmes (weil nur aus einer Pflanze bestehend), sehr reichhaltiges Heu.

Was macht Luzerne so wertvoll in der Pferdefütterung?

Luzerne enthält sehr viel Eiweiß und damit essentielle Aminosäuren, die der Pferdekörper braucht, um Muskulatur aufzubauen und zu erhalten. Darüber hinaus haben Aminosäuren ganz grundlegende Aufgaben im Zellstoffwechsel. Die genauen Erklärungen führen hier jetzt zu weit, wer interessiert ist, kann dies in entsprechender Fachliteratur (z.B. Ingolf Bender – Praxishandbuch Pferdefütterung) nachlesen. Neben der Aminosäuren enthält Luzerne auch sehr viel Calcium, wodurch es auch für magenempfindliche Pferde sehr gut geeignet ist. Dies beruht auf dem neutralisierenden Effekt des Calciumgehaltes im Bezug auf die Magensäure (Nadeau et al. 2000).

Gerade leichtfuttrigen Pferde, die sonst „eher kurz gehalten“ werden in der Fütterung (sprich mageres, oft rationiertes Heu) fehlen dann die Aminosäuren, was sich zum einen an der Muskulatur und im weiteren dann an Haar- und Hornqualität bemerkbar macht. Hier ist Luzerne als Ergänzung ideal, da sie vergleichsweise stärke- und zuckerarm ist.

Hier die Vor- und Nachteile zusammengefasst:

+ Aufwertung Eiweißgehaltes der Tagesration (bei getreidearmer Fütterung)
+ Aufwertung von nährstoffarmem, spätgeerntetem Heu
+ Als Krippenfutter, wenn man kein Getreide füttern kann oder will
+ in Kombination mit Getreide zur Magenschonung und Rationsaufwertung
+ Aufwertung der Ration mit Calcium während der Laktation und des Wachstums.
+ Aufwertung der Eiweiß- und Energieversorgung bei Pferden mit empfindlichem  Zuckerstoffwechsel (niedriger glykämischer Index).

– hoher Gehalt an Eisen und Calcium hat eine antagonistische Wirkung (Wechselwirkung) auf die Verwertung von Magnesium, Phosphor, Zink, Kupfer, Mangan und Selen. Wichtig ist also ein sinnvoller Ausgleich an Mineralstoffen und Spurenelementen (bei der Auswahl des MiFu zu beachten). –> Vor allem das Ca:P Verhältnis sollte man im Auge behalten, wenn man Luzerne in größeren Mengen füttert.
– Bei Weidegang oder reichhaltiger Grasfütterung kann es zum Eiweißüberschuss kommen, hier macht also die Ergänzung von Luzerne in größeren Mengen keinen Sinn.

Welche unterschiedlichen Darreichungsformen der Luzerne gibt es?

Da – wie wir eben gelernt haben – Luzerne ja zunächst nichts anderes als sehr energiereiches Heu ist, gibt es die Möglichkeit sie auch als solches zu behandeln: nämlich trocknen und in Ballen pressen. Hier hat man nur meist das Problem, dass die Blätter recht schnell bröseln, damit quasi nur noch Stängel übrig sind und das ganze eine eher staubige Angelegenheit werden kann.

Es gibt zum Beispiel gehäckselte Luzerne, die nur aus Stängeln besteht (z.B. Luzernefaserpur von Lexa). Diese enthält weniger Energie als übliches Heu und ist daher sehr gut geeignet, um leichtfuttrigen Pferden Zusatzfutter wie Mineralfutter etc. unterzumischen. Die gehäckselten Stängel werden auch gern genutzt, um die Fresszeit, das Kauen und das Einspeicheln von Krippenfutter wie Hafer zu verlängern/verbessern.

Dann gibt es weiter Häcksel aus der ganzen Pflanze (also mit Blattanteil), bei diesen hat man oftmals dasselbe Problem wie  bei Luzerne in Ballen: es  bröselt und wird staubig. Deshalb neigen leider viele Hersteller dazu, diese Häcksel zu melassieren. Hier scheiden sich dann wieder die Geister, ob Melasse gut oder schlecht ist und wenn in welchen Mengen es verfüttert werden kann/soll/darf. Ich bin sehr zufrieden mit der Qualität vom Luzerne Plus von Agrobs, da diese mit Grünhafer kombiniert ist und daher für ein Einzelfuttermittel ein sehr gutes Ca:P Verhältnis aufweist und mit rund 10% Rohprotein dennoch eine schöne Menge an Aminosäuren liefert. Hier wurde ein geringer Anteil Leinöl zugefügt, was für eine angenehm staubfreie und nicht zuuu trockene Substanz sorgt. Der leicht süßliche Geschmack vom Grünhafer führt dazu, dass dieses Produkt auch ohne Melasse meist sehr gern gefressen wird.

Kommen wir zu Luzernepellets. Da muss ich mir jetzt wirklich mal Proben bestellen, denn hier kann ich keine eigenen Erfahrungen vorweisen. Ich weiß aus Unterhaltungen mit Befürwortern dieser Form der Luzerne und aus entsprechender Recherche, dass es Pellets in unterschiedlichen Energieklassen gibt und diese auch trocken verfüttert werden können. Ein sehr guter Anbieter von solchen Pellets ist wohl Semhof. Im Vergleich nicht gerade günstig, aber eben trocken zu füttern (was ja in Pensionsställen oftmals Sinn macht), individuell für den Bedarf verfügbar und in Bio-Qualität.

Last but not Least: Luzernecobs
Meine bevorzugte Art der Luzernefütterung. Cobs haben in der Regel einen recht hohen Energiegehalt, vor allem die von Lexa, die ich regelmäßig bestelle. Sie werden eingeweicht gefüttert und sind ideal für schwerfuttrige Pferde als Ergänzung zu Hafer oder Reiskleie, zum Auffüttern oder auch zur Rationsaufwertung bei älteren Pferden mit Zahnproblemen.

So, ich hoffe, ich konnte euch einen guten Überblick verschaffen. Wenn ihr noch fragen oder Anregungen habt, dürft ihr euch jederzeit gerne melden. 🙂

In diesem Sinne trink ich jetzt meinen Martini aus und schaue, dass ich ins Bett komme, morgen will schließlich Herr Pferd bespaßt werden… Prost, auf euch, habt ein tolles Wochenende!

Liebe Grüße,
Eure Offenstalltussi

 

 

 

Schleppjagdreiten – FAQ

Hier werde ich mal die häufigsten Fragen beantworten, die ich als Schleppjagdreiter so regelmäßig gestellt bekomm…

Ist das so richtig Jagd, mit Gewehren und wird da was getötet?

Nein und nein. Wir reiten mit Hunden, unsere Foxhounds gehen auf eine Duftspur („Schleppe“ oder „Scent“), die unmittelbar vorher von den Schleppenlegern gelegt wurde. Die Beute der Hund ist am Ende der Schleppe quasi das „Stellen“ der Schleppenleger und baden/trinken aus/in natürlichen Quellen bzw. zuvor bereit gestellten künstlichen Wasserstellen (Wannen). Am Ende der Jagd, was meist nach 5-7 Schleppen der Fall ist, erhalten die Hunde ihr Curee, das ist meistens Pansen und entsprechend gewöhnungsbedürftig im Geruch 😛

Wie kommt man zum Jagdreiten?

Nun ja, zum Beispiel indem man wie ich einen etwas geisteskranken Opa hat, der einen 12-jährig schon nach Herrenchiemsee schleppt und so quasi das Jagdfieber schon früh schürt. Alternativ über die Buschreiterei, viele unserer aktiven Reiter sind im normalen Leben Vielseitigkeitsreiter. Andere kennen eben Jagdreiter, schnuppern mal rein und bleiben drauf hängen oder man reitet einfach gern ambitioniert, trainiert gern auf ein Ziel hin ohne am Ende irgendwelche Wettbewerbe bestreiten zu wollen. Es gibt viele Gründe und Wege wie und warum man zum Jagdreiten kommt, da wieder raus gibt es meist nur einen: das persönliche an-den-Nagel-hängen des Reitsports als solchen.

Wo macht man das?

Hier in Bayern haben wir gleich zwei Meuten – die Frankenmeute mit Beagles (diese gehen allerdings auf Tritt- nicht auf Duftspuren) und meinen Verein, den Schleppjagdverein von Bayern e.V. mit seinen über 70 Foxhounds, der in Gundelsdorf in der Nähe von Augsburg ansässig ist. Jagden werden organisiert und ausgerichtet in ganz Bayern (es gibt auch noch weitere Meuten/Vereine im Rest von Deutschland). Besonders interessant werden sogenannte Zweimeutejagden, wenn die Bayern und die Franken sich gemeinsam die Ehre geben. Das ist ein ganz besonderes Spektaktel, wenn wie am 17.09. bei uns in Gundelsdorf, 25 fränkische Beagle und 25 bayerische Foxhounds zusammen laufen.

Was fasziniert dich so am Jagdreiten?

Um es mit den Worten unseres Vizepräsidenten zu sagen: „Der Dreiklang. Die Hunde. Die Pferde. Die Natur.“
Es ist ein ganz besonderes Gefühl hinter diesen einzigartigen Hunden zu reiten, man fliegt über Felder, Wiesen und durch Wälder in einem Tempo, das man alleine nie reiten würde, schert sich nicht darum, dass es auf einmal bergab geht und genießt einfach das atemberaubende Panorama unterschiedlichster Geländearten und Gegenden. Es ist „ambitioniertes Reiten“ in netter Gesellschaft. Ja, auch die Gesellschaft und Geselligkeit kommt beim Jagdreiten nicht zu kurz. Man reitet zusammen, man teilt eine Passion, man hilft sich. Das ist so eine ganz andere Atmosphäre als beispielsweise beim Turnier.

Kann man das lernen?

Ja und nein. Unser Verein veranstaltet regelmäßig im Sommer tolle Trainings. Dort kann man mit dem eigenen Pferd in fünf Tagen herausfinden, ob dieser Sport etwas für einen selbst und das Pferd ist, ob man fit genug ist für die Herbstsaison (und hier sollte wirklich nicht nur das Pferd fit sein) und ja, man lernt auch viele Tricks und Kniffe, die einem „im Feld“ sehr dienlich sein können. Nichtsdestoweniger passiert auf jeder Jagd immer irgendetwas völlig unvorhersehbares und man muss immer hochkonzentriert bei der Sache sein. Ich finde, wenn man die nötige Sattelfestigkeit beim Reiter und Trittsicherheit sowie Grundgeschwindigkeit beim Pferd mitbringt, kann man den Rest auf jeden Fall lernen.

Braucht man ein spezielles Pferd?

Nun, rassemäßig gibt es wohl nichts, was es auf Jagden nicht gibt. Ich hab vom Vollblut übers Warmblut übers Kaltblut bis zum Pony schon alles auf Jagden laufen und sie auch  bestehen sehen. Wichtig ist, dass das Pferd „gut geländegängig“ ist sowie ein gewisses Grundtempo laufen will und halten kann. Springen ist nicht zwingend erforderlich, es gibt eigentlich immer ein Nichtspringerfeld und die Sprünge können sicher umritten werden. Nervenstärke hilft enorm, das Pferd sollte kein Problem im engeren Feld mit nahe galoppierenden anderen Pferden haben und Angst vor Hunden wäre äußerst kontraproduktiv  😉

Braucht man spezielle Ausrüstung?

Zunächst einmal reicht ein üblicher englischer Sattel und Zaum. Spartenfremde Ausrüstung ist nicht gestattet, aber ob man nun mit Spring- oder Vielseitigskeits- oder gar Dressursattel reitet, juckt wirklich niemanden. Der Zaum sollte gut passend sein und man sollte sich vorher überlegen, ob man nicht ausnahmsweise ein etwas „schärferes“ Gebiss benutzt. Nein, natürlich soll man nicht mit den Zügeln bremsen und ich unterstütze dergleichen auch nicht, dennoch ist es so, dass viele Pferde – vor allem wenn sie noch unerfahren sind – gut heiß werden und da ist es beruhigend zu wissen, dass man doch etwas mehr in der Hand hat als sonst. Viele reiten mit Vorderzeug und/oder „Jagdriemen“. Ersteres ist natürlich nie schlecht für die Sicherheit, falls man doch mal unfreiwillig absteigt, dass die Zügel dort bleiben, wo sie hingehören. Abgesehen davon ist es nicht verkehrt, die Pferdebeine zu schützen, das heißt in der Regel sieht man farblich zur Schabracke (nicht Satteldecke) passende Gamaschen und vereinzelt auch Hufglocken an den Pferdebeinen. Darüberhinaus schadet es nicht, wenn man ein beschlagenes Pferd hat, die Eisen auf festen Halt zu überprüfen bevor man losreitet. Während der Jagd verlorene Eisen sind immer sehr ärgerlich und haben im worst case das Ende der Jagd für einen selbst zur Folge.

Reiter tragen als Mindestanforderung Turnierkleidung (weiße Hose, Jackett, Stiefel, Plastron). Erfahrenere oder besser langjährige Jagdreiter erkennt man meist an spezieller Kleidung bestehend aus Jagrock und Weste plus Plastron und farblich passenden Stiefeln.

Farbtechnisch reiten wir Bayern im Herbst recht knallig. Das heißt die Herren in rotem Rock und weißer Hose und die Damen in blauem Rock und maisgelber (angelehnt ans Gold) Hose. Dazu tragen die Herren schwarze Stiefel mit brauner Stulpe, die Damen blaue Stulpe. Zumeist sieht man allerdings ganz schwarze Stiefel, was auch „regelkonform“ ist. Auf dem Kopf trägt man traditionell eine Melone, heute ist natürlich dem Sicherheitsaspekt folgend ein Reithelm vollkommen in Ordnung und auch Sicherheitswesten oder Protektoren sind gestattet.

…to be continued…

Das hier verwendete Foto entstand mit freundlicher Unterstützung von Stephan Einödshofer!